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 Verlassenes Haus

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Prophet
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BeitragThema: Verlassenes Haus    Do Nov 03, 2016 1:26 pm

Verlassenes Haus
Bild vom Haus:
 

Was gibt es besseres als ein verlassenes Haus als Unterkunft für Streuner? Oder als kleines Jagdgebiet? Ratten und Mäuschen findet man hier nämliche einige und falls es draußen kalt ist und schlechtes Wetter herrscht, bietet sich dieses Haus mitten im Wohngebiet sehr gut als Unterkunft an. Wenn man weiß, wie man reinkommt. Einige Löcher im Boden und ein paar kaputte Fenster bieten einen guten Eingang.


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Rána
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BeitragThema: Re: Verlassenes Haus    Mo Nov 14, 2016 8:54 pm


Rána



Es war Nacht. Die Sterne waren soeben erst an den dunklen Himmel getreten um der Welt zu leuchten. In jenem Lichte das wie Silber glänzt beobachtete der Mond eine kleine Gestalt, die sich durch die Straßen des Zweibeinerorts schlich. Doch es war kein Mensch, der zu dieser späten Stunde den Weg nach Hause suchte.
Es war ein Kater. Rostig-Rot war sein Fell auf dem in der Dunkelheit die Tigerung kaum zu sehen war. Schlank war er, doch groß und kräftig gebaut, was den ersten Eindruck anging. Sein Gang war schaukelnd, die Schritte groß.
Mit wachem Blick, zu allen Seiten die Ohren richtend, da strich dies' Geschöpf alleine zu jedem Ort, an dem es eine Weile bleiben sollte.
Es war ein verlassenes Haus. Nur Ratten und Mäuse wohnten noch dort. Katzen kamen nur selten herein, doch hausten auch sie eine Weile in dem Haus, wenn Hunger oder Regen sie hinein trieben.

Der nächtliche Besucher wandte den Kopf zu den Fenstern, sie schienen ihm schwarz und leer. Eine Weile lang blieb er da sitzen, im Scheine des Mondes, und wartete.Worauf, das konnte der Kater nicht sagen. Vielleicht auf andere Katzen. Vielleicht auf eine Gefaht.
Doch nichts tat sich in jener Nacht. Und keine Geräusche waren zu hören ausser dem leisen Seufzen des Windes, des Raschelns der Mäuse und Ratten im Haus und dem regelmäßigem Laut des Atems.
Rána – denn so lautete der Name des Katers, welcher nun unter einem der Fenster saß – hob den Kopf und blickte den Mond an.
So rund und klar hatte er ihn seit langen Tagen nicht mehr gesehen. Nicht, seit er die Straßen seiner Heimat verlassen und in jenes Haus aufgenommen worden war, in dem seine Freunde und er nun lebten. - gelebt hatten.
Denn einer von ihnen  war verschwunden. Jamie. Der am längsten in dem Haushalt verweilte, hatte sich durch die offene Türe nach draußen gestohlen und war bis zum heutigen Tage nicht wieder gekehrt.
Und wie es die Art eines guten Freundes ist, hatten sich die übrigen Kater gesorgt um das Wohl ihres Mitbewohners und Einen aus ihren Reihen gewählt, den Freund zurück zu holen.
Jene Wahl war auf den roten Kater gefallen. Rána schüttelte in Gedanken versunken den Kopf, bevor er ihn noch weiter hob. Mit dem Rücken zur Häuserwand saß er da und blickte zu den Sternen, dass sie ihn leiten sollten. Im Stillen bat er den Mond um Hilfe. Erbat sich die Gunst der Vergangenen, ihn zu seinem Freund zu führen. Doch keine Hilfe kam in jener Nacht. Und keine Antwort erhielt er auf seine Fragen.

Rána miaute, was einem leisen Seufzen gleichkam. Noch wusste er nicht wo er suchen sollte.
Und auch andere Gedanken beschäftigten ihn, denn es war seine Aufgabe den Freund zu finden. Seine Aufgabe allein.
Er gedachte seiner Vergangenheit. Der Zeit in seinem ersten Heim, der Zeit auf der Straße und ebenso dem Happy End in seinem neuen Heim. Doch mit diesem Gedanken da erschloss sich ihm auch erneut die Frage, wo Jamie war und warum er ihn nicht finden konnte.
War er des Suchens müde? Doch nein, nicht dies' stand dem jungen Kater im Wege. Mehr denn je kamen die Selbstzweifel in ihm hoch. Mehr noch als in jenen Tagen, da er mit knurrendem Magen auf einer Schnellstraße saß, gebrochen. Noch um einiges mehr als in den Stunden danach, wenn die  Dunkelheit sich nähernd ihn umringte bis es ihn alle Kraft gekostet hatte nicht aufzugeben.
In dieser Nacht, da kamen die Zweifel an seiner Person wieder hoch.

Was war der Grund, dass er den Freund nicht finden konnte? Lag es an mangelndem Können? Ängstigte ihn Etwas?
Nein, dies war keiner der Gründe, doch stieß es einen neuen Weg an den sein Geist bestreiten konnte.

In ihm kam die Frage auf, was er an sich mochte – was Andere an ihm mochten.
Nun, er kam zu dem Schluss, dass es wohl einige Dinge geben mochte die ihn auszeichneten.
So mochte der rote Kater seine eigenen Augen, die ungewöhnlich grün waren für seine Herkunft. Grün wie der Wald.
Noch andere Dinge kamen ihm in den Sinn. Er dachte an seine unumstrittene Loyalität, die ihn in diese Lage gebracht hatte. Sie war es, die ihn zu der Suche geführt hatte auf welcher er sich jetzt befand.
Der Kater gedachte seiner Ausstrahlung, die er selbst als autoritär empfand, doch nicht zu überheblich. Er war mutig, dass wusste und schätzte er. Doch was ihn am Meisten auszeichnete – und dessen war er sich bewusst – war seine Liebe. Er hatte jenes Gefühl nicht verlernt in den dunklen Monaten und Jahren seiner Vergangenheit. Rána wusste, dass er die Fähigkeit zu lieben nicht verlernt hatte. Und er mochte dies an sich; es war ein Teil seiner selbst.
Doch wusste er nicht ob auch andere Katzen es so sahen wie er. Wie stand es um seine Freunde?
Rána dachte an die junge Kätzin Amelie, welche er vor nicht allzu langer Zeit erst kennen gelernt hatte. Was mochte sie über Rána denken? Er wusste es nicht. Vielleicht hielt sie den roten Kater für behäbig und langsam, für merkwürdig und verschroben?
Und wie stand es um die Wildkatze Grautropfen? Rána legte den Kopf schief und dachte weiterhin nach. Nun wandten sich seine Gedanken der Clankatze zu. Welchen Eindruck hatte er wohl bei der Clankatze hinterlassen? War es Erstaunen über seine Erscheinung, den schaukelnden Gang und seine Anspielungen auf die Vergangenheit? Oder aber dachte die graue Katze eher freundlich über ihn?
Rána wusste es nicht, doch interessierte es ihn ungemein. Seine Schnauze zuckte, die Ohren stellten sich auf. Nachdenklich schlug er mit der Schwanzspitze auf den Boden.

Als er so über die beiden Katze nachdachte, da kamen seine Gedanken auf Jamie zurück. Was dachte sein Kumpel über ihn? Wie gut kannte Jamie den roten Kater? Mochte er ihn? Gelegentlicher Streit ließ den Streuner nun an den Mamortiger denken. Er grübelte über seine Wirkund auf Andere.
Hin und her schienen seine Gedanken zu wandern. Mal zu Jamie – dem Kumpel den er schon länger kannte und der ihn hoffentlich ebenso mochte, dann zu Amelie. Die junge Kätzin erschien ihm naiv aber neugierig. Und dennoch fragte er sich war sie wohl von ihm hielt.
Und dann war da noch Grautropfen. Was war der Clankatze Meinung über Rána?
Zweifel erhoben sich erneut in dem Katzer, der nun etwas nervös geworden war und dass Haus betrat. Er streunte in dem leeren Haus herum und fand einen Raum in der oberen Etage. Dort lief er zum Fenster und sprang, mehr schlecht als gut, auf das Fensterbrett.
Von diesem Ort aus hatte er eine gute Übersicht, und doch konnte er den Mond noch sehen dem er seinen Namen verdiente.

Warum? Was hatte er mit dem Mond gemein? Seine Fellfarbe jedenfalls nicht!
Was konnte man schon an ihm mögen? Er war langsam und behäbig, breit und gemessen an anderen Katzen nicht sonderlich klug. - Auch wenn Andere dies nicht unbedingt sagen würden, so empfand er sich selbst doch als nicht klug.
Rána schüttelte den Kopf. So tief in Gedanken versunken war er, dass er die Ratte nicht bemerkte, die unter ihm hindurch lief und in einer Ecke des Raumes anhielt um den Kater aus sicherer Entfernung zu mustern. Neugierige schwarze Augen lagen auf dem roten, breiten Kater, der so nachdenklich dort saß und daürber nachdachte was er an sich selbst nicht mochte.
Er kam zu dem Entschluss, dass er so einiges nicht an sich mochte.
Seine Statur war nicht das, was eine Katze so typisch sein sollte; er war sehr breit und nicht sehnig gebaut wie er sich wünschte. Sein Gesicht zeigte ebenso die Spuren seines bisherigen Lebens wie sein Gang, der von Anderen wohl als seltsam empfunden wurde.
Rána mochte nicht, dass er zugeben musste, für sein Futter nicht arbeiten zu wollen. Ausserdem verfluchte er sich innerlich für seine fehlenden Zähne, die ihm die Aufnahme von am Boden liegenden Kleinigkeiten schwer machten.
Ein leiser Knurrlaut entwich seiner Kehle als er so darüber nachdachte was er alles nicht an sich selbst mochte und im Stillen schalt er sich selbst einen Trottel, weil er gedacht hatte seinen Kumpel Jamie finden zu können.
Es gab nicht vieles in seinem Leben, dass er gerne ändern würde, doch war ein Teil seiner Vergangenheit Jenes.
Zu gerne würde er die Zeit zurück drehen und den Fehler gutmachen weg zu laufen. Damit hatte er so viel falsch gemacht.
Mit Schrecken dachte er an die Zeit danach zurück und an seine Erlebnisse. Auch hier würde er etwas ändern wenn er es vermöchte. Er würde sich wehren. Nicht wieder würde er dehmütig hinnehmen was die Männer mit ihm taten. Nein, er würde sich wehren und ihnen zeigen dass sie nicht richtig mit ihm umgingen.

Mit einem Murren sprang er von dem Fensterbrett herab auf den staubigen Boden. Da erblickte er die braungraue Ratte. Doch er griff sie nicht an. Mitleid und Erbarmen hielten seine Klauen zurück, ebenso wie Respekt. Denn jenes Gefühl hatte er in seinem Zuhause kennen gelernt.
Respekt vor Allen zu haben, auch vor den Kleinen. Er erinnerte sich an eine Zeit zuhause, da die Tochter seiner Dosenöffnerin Farbratten gehalten hatte.
Rána schmunzelte gedankenverloren und schritt an der Ratte vorbei in den Raum hinein. Er nickte ihr nur grüßend zu. Vielleicht lag es daran, dass er Ratten als Rudelmitglieder kennen gelernt hatte, oder aber er wusste, was ein solcher Biss anrichten konnte.

Er wandte sich ab und verließ den Raum, lief die alte Treppe herab und trat durch die offene Eingangstüre. Warum sie nicht geschlossen worden war, wusste er nicht. Doch seine Gedanken beschäftigten sich nicht damit.
Sie wanderten zum Himmel, so wie sein Blick. Die grünen Augen sah zu den Sternen und dem Mond. Es schien ihm als lächele dieser auf ihn herab.
Und ein Gefühl der Vertrautheit kam in ihm hoch. Ja, er war nach dem Mond benannt worden. Und dies aus wahrem Grunde: denn so wie der Mond stetig wanderte und den Himmel erleuchtete bei Nacht, so war Rána.
Nicht behäbig und langsam, sondern dauerhaft und in seinem eigenen Rhythmus, so war er.
Der rote Kater lächelte zufrieden. Ja, vielleicht sollte er die negativen Gedanken bei Seite schieben und sich auf sich selbst verlassen.
Er würde Jamie finden! Da war er sich so sicher, wie der Mond seine Reise fortführte. Nacht um Nacht.

So kehrte er bald zu seinen Weggefährten zurück. Im Dunkeln war er gegangen; im Mondlicht kehrte er wieder.
---> Zweibeinerort

Angesprochen: -
Erwähnt: Amelie, Grautropfen, Jamie (NPC)



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